Black Hat SEO - Die dunkle Seite der Macht

Black Hat SEO

Als Blackhat SEO bezeichnet man die Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen, welche nicht mit den Richtlinien der Suchmaschinen übereinstimmen. Liest man sich die Richtlinien von Beispielweise Google genau durch, so stellt man schnell fest dass sehr viele Optimierungsmasnahmen, gerade im Offpage-Bereich, als Black Hat zu bezeichnen sind. Unterschiedlich ist nur das Risiko, welches man eingehen möchte um seinen Positionen zu verbessern. Aus diesem Grund werde ich hier einige Möglichkeiten, sortiert nach dem Risikopotential, aufzählen.

1. Weiß wie Schnee - Wie es die Suma möchte

Fasst man alle Aussagen von Matt Cutts (Sprecher des Search Quality Teams von Google) zusammen, so wird schnell klar, dass er nur von einer Methode der Optimierung spricht: Erstelle Inhalte, welche dem User weiterhelfen so dass dieser freiwillig Backlinks auf ihre Seite setzt. Wer sich bei Matt Cutts einschleimen möchte und dazu noch ziemlich faul ist, sollte sich an genau dieses Prinzip halten. Das Problem ist jedoch, dass es auf diese Art extrem lange dauern wird, bis ihre auch noch so gute Webseite weit vorne in den Suchanfragen erscheint. Gerade im Internet des 21 Jahrhunderts setzten gewöhnliche User nahezu keine Backlinks zu Seiten, welche auch von Suchmaschinen wahrgenommen werden. Seien wir doch einmal ehrlich, welcher Orthonormale Internetuser besitzt heutzutage noch einen Blog bzw. eine Webseite in der er Dinge verlinkt die ihm gefallen? Natürlich gibt es auch Ausnahmen und das Konzept der Linkbaits kann durchaus sinnvoll eingesetzt werden. Wie diese jedoch bei Kauf-Spezifischen Suchanfragen wie "Auto kaufen", "Anhänger günstig" oder "Zahnarzt Buxdehude" eingesetzt werden können ist sehr umstritten.

2. Linktausch - Vom Aussterben bedroht

Noch vor einigen Monaten lag der hauptarbeitsbereich vieler Suchmaschinenoptimierer darin, Backlinks mit anderen Webmastern zu tauschen. Um für jeden Themenbereich ausreichen Ressourcen für den Tausch zu besitzen, wurden massenweiße Webseiten erstellt, welche einzig und allein dem Tausch von Backlinks dienten. Spätestens seit dem Penguin-Update war jedoch klar, dass dieses Vorgehen sehr gefährlich ist. Gerade weil es sehr einfach ist diese Tauschnetzwerke aufzudecken und die Seiten einzuordnen (viele ausgehenden Backlinks, sehr wenige Besucher, unrelevante Inhalte) stellt sich in der modernen Suchmaschinenoptimierung die Frage ob man diese Risiken in einer größeren Dimension eingehen möchte.

3. Einträge in diverse Portale

Portale wie Artikelverzeichnisse, Socialbookmarks, Webkataloge, Branchenbücher oder Gästebücher werden sehr häufig von Seo's verwendet um Backlinks für ihre Seiten zu sammeln. Wie risikobehaftet dieses Vorgehen ist, ist sehr umstritten vor allem da sich hiermit sichtbare Ergebnisse erzeugen lassen. Hat man einmal eine gut sortierte Liste an Portalen zusammengestellt, kann diese immer wieder für den Linkaufbau genutzt werden ohne alzuviel Zeit zu verbrennen. Natürlich sollte ein bedachter Einsatz erfolgen um trotzdem einen natürlich Backlinkaufbau zu simulieren ohne von Google als Black Hat eingestuft zu werden.

4. Linkfarmen

Das Prinzip einer Linkfarm ist sehr einfach. Ähnlich wie beim Linktausch erstellt man sehr viele Seite nur dem Zweck dienlich, Backlinks daraus setzten zu können. Während die einen eine große Anzahl an Domains kaufen, ist es für Optimierer mit kleinerem Budget oft ausreichend, Blog auf gratis Webhostern wie blogspot und konsorten zu erstellen. Alle diese Tiere der Linkfarm werden nahrhaft mit Backlinks gefüttert und regelmäßig mit neuen Artikeln und Links geschlachtet. Das ganze lässt sich natürlich mit diversen Tools automatisieren um so kosteneffiziente Ergebnisse zu liefern.

5. Blogkommentare

Das Prinzip der Kommentarbacklinks ist einfach, man schreibt in einem Blog einen sinvollen Kommentar, gibt Namen, Email und Webseite an und klickt auf absenden. Ist der Kommentar freigeschalten hat man seinen Link. Natürlich lässt sich das ganze auch mit Tools ala Scrapebox automatisieren. Inwieweit Kommentare als "schlechte" Links zu bewerten sind, ist fraglich. Vor allem ist darauf zu achten, nicht immer die selben Linktexte zu erzeugen und dadurch ein natürliches Linkprofil darzustellen.

6. Links aus Foren

Backlinks aus Foren Sehen zumeist sehr natürlich aus. Ein User findet eine gute Webseite und möchte diese Information an andere Forenmitglieder weitergeben. Natürlich kann man diesen User auch selbst "simulieren" und so Backlinks abgreifen. Vor ein paar Jahren galt Xrumer als das Wundermittel um diese Art von Backlinks automatisiert zu generieren. Bei richtigem Einsatz und mit genug Erfahrung waren Zahlen von 2000 Backlinks pro Stunde durchaus möglich. Heute schließt Google die Profilseiten auf denen sich die Links befinden, nahezu vollständig aus weshalb es sehr schwierig damit noch Erfolge zu erzielen. Viele Dienstleister des Negative-SEO verwenden seit dem Penguin-Update Xrumer zur Erzeugung negativer Spam-Links auf die Konkurenz.

7. Hacking - Jetzt wirds böse

Das Hacken anderer Webseiten ist beinahe so alt wie das Internet selbst. Modern hingegen sind die Tools welche es erschreckenderweiße auch für Personen mit wenig Hintergrundwissen möglich machen Sicherheitslücken zu verwenden. Beispielsweiße gibt es zahlreiche Exploitdatenbanken wie [zensiert] mit welchen man schnell und einfach an Sicherheitlücken diverser Scripte kommt. Beispiele sind Admin-Bypass Hack, SQL Injections oder Local File Inclusions. Damit ist es ein leichtes seine Backlinks in fremden Seiten zu plazieren. Da dies natürlich komplett illegal ist, ist diese Form des Linkaufbaus extrem im Bereich Black Hat anzusiedeln. Wer einmal seine eigene Seite auf Lücken dieser Art hin überprüfen möchte, dem empfehle ich Tools wie Havij.

8. XSS-Backlinks

XSS steht in diesem Zusammenhang für Cross-Site-Scripting. Das Ziel ist es, URL-Parameter so zu verändern, dass auf der Seite selbst dann der eigene Backlink erscheint und diese Adressen dann in den Google-Index zu bekommen. So kann man Beispielsweiße Links von starken Seiten wie Baidu oder Youtube. Natürlich lassen sich noch unbegrenzt viele Beispiele dafür finden. Inwiefern diese Backlinks von Google gezählt werden ist sehr umstritten.

9. Negative SEO - Können Links schaden?

Seit dem Penguin-Update ist es nahezu unumstritten, dass Backlinks einer Webseite schaden können. Das Prinzip lautet, so viele Spamlinks wie möglich in kurzer Zeit auf die Seiten der Konkurenz zu setzen. Seit kurzem gibt es auch einige Unternehmen die Negative SEO anbieten. Während die Seriösität dieser Leistungen sehr umstritten ist, steht auch zur Frage inwieweit man das ganze als geschäftsschädigend bezeichnen kann und somit gegen das Wettbewerbsrecht verstößt. Nicht umsonst haben besagte Dienstleister ihren Sitz auf diversen Offshore-Inseln. Leider ist Negative-SEO extrem schwierig auf den Verursacher zurückzuführen und auch ein Gerichtsurteil dembezüglich ist noch nicht bekannt. Erklären sie einmal einem Richter, dass ihr Konkurent absichtlich viele Backlinks zu ihrer Seite gesetzt hat.

Aus die Maus - Fazit

Im Endeffekt sind alle Black Hat SEO -Methoden mit einem hohen Risiko behaftet. Webseiten mit denen man längerfristig Geld verdienen möchte, sowie Kundenwebseiten, sollten in keinem Fall mit bösen Taktiken optimiert werden. Auch wenn es einfach scheint diese Blackhat-Methoden anzuwenden so sollte man sich stets im klaren darüber sein dass man nur kurzfristig Erfolg damit haben kann.

Seotecs.de | Seo Augsburg | Partnerprogramm | Google+ | Seo Spezialist | SEO in Bayern